Gegen Stress
sollten Sie: den Distress herunterfahren/vermeiden, so gut es geht und den Eustress hochfahren, organisieren.
Was mögen Sie ganz besonders, was tun Sie gerne? Ist es auch gut für
Ihren Körper? Gehen Sie öfter mal schwimmen, oder unternehmen Sie etwas
mit Ihren Freunden.
Stressoren = alle Anforderungsbedingungen, in Folge es zu pos./neg. Stress kommt.
- Physikalische Stressoren: (Lärm, Hitze, Kälte, Nässe)
- Körperliche Stressoren: (Verletzung, Schmerz, Hunger, Behinderung)
- Leistungsstressoren: (Zeitdruck, Überforderung, Unterforderung, Prüfungen)
- Soziale Stressoren: ( Konkurrenz, zwischenmenschliche Konflikte, Trennung)
Schauen Sie bei sich nach.
Stressreaktionen = alle Prozesse, die als Antwort auf den Stressor in Gang gesetzt werden.
- körperliche Ebene: körperliche Aktivierung, Energiemobilisierung
- Behavoriale Ebene/Verhalten: „offenes Verhalten“, also alles was die Person in der Situation tut und sagt.
Häufige Verhaltensweisen sind:
- Hastiges und ungeduldiges Verhalten (Essen schlingen, Pausen
abkürzen/ganz ausfallen lassen, schnell und angehackt sprechen, andere
unterbrechen.)
- Betäubungsverhalten (mehr und unkontrolliert Rauchen, Essen, Alkohol
trinken, Schmerz- und/oder Aufputschmedikamente einnehmen.)
- Unkoordiniertes Arbeitsverhalten (sich in „Arbeit stürzen“, mehrere
Dinge gleichzeitig tun, mangelnde Planung, Übersicht und Ordnung, Dinge
verlegen, verlieren, vergessen)
- Konfliktreicher Umgang mit anderen Menschen (gereiztes/aggressives
Verhalten gegenüber anderen Menschen, häufige Meinungsverschiedenheiten
um Kleinigkeiten, anderen Vorwürfe machen, schnell „aus der Haut
fahren“.
- Kognitiv-emotionale Ebene: “verdecktes Verhalten“ der betreffenden
Person, also alles (intrapsychische Vorgänge: Gedanken und Gefühle der
betreffenden Person), was in der Situation für Außenstehende nicht
direkt sichtbar ist.
- Gefühl der inneren Unruhe und des Gehetztseins
- Nervosität
- Gefühle der Unzufriedenheit und des Ärgers
- Angst, zu versagen oder sich zu blamieren
- Gefühle der Hilflosigkeit
- Selbstvorwürfe
- Kreisende, grüblerische Gedanken
- Leere im Kopf („black out“)
- Denkblockaden
Prozesse können sich gegenseitig hochschaukeln
- Verlängerung und Intensivierung der Stressantwortreaktion
- Dämpfung der Stressreaktion (entlastendes Gespräch, Entspannungsübung, Sport)
Stressverstärker = persönliche Motive, Einstellungen und Bewertungen zur Stresssituation, die
eine Stresssituation verstärken, bisweilen sogar erst auslösen können.
Beispiele für Stressverstärker sind:
- Ausgeprägtes Profilierungsstreben
- Unfähigkeit, eigene Leistungsgrenzen zu akzeptieren, alles auf einmal wollen
- Einzelkämpfermentalität
- Stress als Mittel zur Flucht vor sich selbst
- Perfektionismus
- „Feste“ Vorstellungen: „Es ist eine Katastrophe, wenn die Welt nicht so ist, wie sie sein sollte“
- „Das brave Kind“: „Es allen recht machen wollen“
- Unrealistische Erwartungen an andere Menschen
- Einstellungen der Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit („Opferhaltung“)
- Der Anspruch, alles selbst machen zu wollen
- Auf der Flucht: Stress als Ablenkung vor innerer Leere, vor Gefühlen
der Sinnlosigkeit und Einsamkeit (Disco, Alkohol-Partys mit „Freunden“
z.B.)
Dem Stress entgegenwirken durch:
- gesunde Ernährung: mehr Frischobst, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse,
Kerne, Salate, Hülsenfrüchte, viele frische Säfte mit hohem
Fruchtgehalt. Viel Wasser, Quellwasser, wenig, besser kein tierisches
Eiweiß.
- Atmung: Viel frische Luft, am Besten in Verbindung mit Bewegung.
(Spazieren gehen, Rad fahren. Nachts mit leicht geöffnetem Fenster
schlafen.)
- Ausreichend Pausen einlegen, genügend Schlafen (mind. 8 Stunden!).
- Früh ins Bett!
- TV aus!
- Reflexgeschwindigkeit erhöhen: Fitnessstudio, Schwimmen gehen.
- Massagen
- Bewegungstherapie
- Konzentrationsübungen
- Wärmezufuhr ( Dusche, Wanne, Sauna, Kirschkernkissen, oder Wärmflasche)
- Bei Frustfresserei unbedingt zu süße Sachen vermeiden, denn der
psychische Stress ist schon vorbei, da beginnt für den Körper der eigentliche Stress.
Lieber zu Obst greifen, ein paar Trockenpflaumen, Apfel, Apfelsine, Büchsenananas.
- Den Körper entgiften.
- Klärendes Gespräch.
- Oder auch mal Telefon- /Seelsorge. Z.B. unter:
www.dharma.de/soziales (Buddhistisch)
oder :0800/111 0 111 (ohne Rel.)
oder: www.christliche-onlineberatung.de (christl.)
- Ausreichend Bewegung.
- Abends nicht so viel essen. (Der Körper braucht die Energie der Nahrung am Tage, nicht in der Nacht, da will er schlafen.)
- Beim essen viel Zeit nehmen und alles richtig durchkauen.
- Entspannungsübungen, Meditation
- Leichte Bewegungsübungen, z.B.: Qi Gong, Tai Chi wirken besonders gut.
- Genussgifte vermeiden (Alkohol, Zigaretten)
- Kein/ weniger Bohnenkaffee trinken. Kaffee enthält über 850 verschiedene Giftstoffe.
- Für Ruhe sorgen, Geräusche abschirmen, den Partner um einen „freien
Abend“ bitten, die Kinder jemand anders übergeben für ein paar Stunden,
die Tiere vorher gut versorgen und aus dem Raum sperren.
- Schlafen, einfach mal um 19 Uhr ins Bett – und, es ist EGAL, was andere dazu sagen!!!
- Und halten Sie Ihren Körper gerade. Eine geduckte Haltung wirkt auch negativ auf Ihr Gemüt.
Vergleichen Sie einmal: Setzen Sie sich aufrecht hin und
lauschen in sich hinein und dann lassen Sie den Rücken hängen und achten
auf das Gefühl. (Das zeigt auch Ihre innere Haltung.)
Bemerken Sie den Unterschied?
Auch für Ihre Wirbelsäule ist eine gerade Haltung gesünder. Tun sie das
so oft, wie möglich, die Anfangsschwierigkeiten, durch sonst
gewohnheitsmäßige krumme Haltung verschwinden sehr schnell.
- Tun Sie Gutes und helfen Anderen. „Man muss sein Glück teilen, um es
zu multiplizieren!“ Frau von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
Gönnen Sie sich und Ihren Lieben RUHE!
Seit der jüngsten Kindheit ist man DAUERBESCHÄFTIGT. Schon kleine
Kinder gucken in den TV oder hören Radio. Sie werden beschäftigt und
erreichen ihre Wurzeln nicht mehr.
Man lenkt sie ab und dann kommt der Kindergarten, die Schule, wo sie
dann auch nur noch permanent „unterwegs“ sind. Geben Sie Ihrem Kind
lieber etwas zum Malen und schalten Sie den TV ab und wenn Sie ihm etwas
vorlesen, sollte Ihr Kind auch zuhören und sich nicht immer
beschäftigen, wenn Mama „nebenbei“ liest.
Ihr Kind sollte möglichst immer nur eine Sache tun und sich voll
konzentrieren können. Ab der Schule ungefähr kommen sie aus dem
Kreislauf fast nicht mehr heraus. Und wenn Ihr Kind mal eben eine Stunde
lang auf der Toilette sitzt und Sie mit dem Essen warten, dann lassen
Sie das Essen stehen. Denken Sie bitte daran, sich und Ihrem Kind
Ruhepausen zu gönnen.
Am Besten wäre es, wenn Sie zusammen/alleine meditieren.
Oder gehen Sie in den Wald, suchen sich einen „Lieblingsbaum“, setzen sich drunter und genießen
die Kraft und den Schutz des Baumes. (Ein kleines Stück weiter habe ich
ein paar Entspannungsübungen aufgeschrieben. Probieren Sie aus und
gucken, ob Sie das Passende für sich finden.
Entspannungsübungen sollte man regelmäßig machen. (Und leichte Sportarten wie Schwimmen, Qi Gong und Tai Chi.)
Wer spürt sich denn noch bei dem ganzen Trubel? Einige bräuchten Jahre lange EntspannungsÜBUNGEN, um wieder „da“ zu sein.
Übungen – was tun, um wieder klar zu kommen, denn einfach nur hinlegen
und entspannen geht bei den meisten Menschen nicht mehr. Entweder
schlafen sie ein, oder sie sind wieder beschäftigt: TV, Buch lesen,
Musik hören (auch Entspannungsmusik), das ist eine völlig falsche
Lebensweise. Es bedarf Übung, Ruhe und Geduld.
Langeweile? Ist klar, wenn man sein Leben nur im Kreis lebt und nur ans
Materielle und nur die Schönheit klammert, was schnell vergeht. (Alles
Materielle geht irgendwann kaputt, wird alt, gefällt nicht mehr.)
Und man ist dauerbeschäftigt – fehlt das, gibt’s Entzugserscheinungen, sprich: Langeweile.
Zum Nachdenken:
- Viele Menschen versuchen dem Tod und dem Altern zu entfliehen, das
geht aber nicht, wir alle sind nicht frei vom Altern und vom Sterben.
Die Angst vor dem Tod verhindert ihn nicht, sondern sie verhindert das
Leben.
- Du siehst die Vergangenheit als kurz an und die Zukunft als ihr Gegenteil. So hälst du Gleiches für ungleich.
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